Wir haben eine Venedig-Herbst-Abenteuer Reise gebucht. Es sollte mit dem Nachtzug hin und zurück gehen, weil da schon die Anreise ein Abenteuer ist. Dort haben wir kaltes Nebelwetter erwartet und uns deshalb auf unser Appartment mit Sauna (!) gefreut.
Der Nachtzug hat sich zwar als abenteuerlich, aber nicht als besonders erholsam herausgestellt. Das Geschaukel des Zuges, das Geschnarche der Nachbarn und dann auch noch die ständige Gefahr, dass Kinder aus den hohen Betten fallen, haben zumindest dem Papa den Schlaf geraubt. Auf der Rückreise kam dann um 5:30h auch noch die Bundespolizei zur Ausweiskontrolle und haben uns aus dem Bett geschmissen. (Was deren Auftrag und Funktion war, hat sich uns nicht erschlossen. 🙂
Venedig war dann auch ganz anders als erwartet: Nicht nebelig, sondern sonnig. Nicht wuselig, sondern entspannt. Nicht langweilig, sondern aufregend. Also insgesamt noch besser als erhofft.
Aber der Reihe nach:
Mit der S-Bahn ging es zunächst einmal zum Ostbahnhof. Kalt war das dort um 23:30 und müde waren alle. Doch bei der Ankunft in Venedig waren alle wieder fit und warm. Dann ging es mit dem Wassertaxi zu unserer Unterkunft.
Zunächst mussten wir uns etwas zu essen besorgen und haben dabei auch gleich eine der Besonderheiten von Venedig kennen gelernt: Die venezianischen Karnevalsmasken. Manche sind authentisch, andere nicht so ganz…
Besonders toll war unsere Stadtführung mit Susanne Kunz Saponaro, die uns zu vielen Plätzen geführt und uns in spannenden Geschichten viel über die Stadt beigebracht hat. So lernten wir Venedig richtig gut kennen. Leider haben Ann-Sophie und ich einen Teil verpasst, weil wir noch einen kurzen Abstecher ins Krankenhaus machen mussten, weil sie ein Problem mit ihrem Auge hatte. Zumindest wissen wir jetzt, dass das Krankenhaus in Venedig zum Teil in einer Kirche liegt, was ihr eine pompöse Eingangshalle verleiht, und, dass Pronto Soccorso italienisch für Notaufnahme ist. 🙂
Richtig abenteuerlich wurde es dann, am dritten Tag, als wir auf dem Weg zur Markuskirche nicht mehr weiterkamen, da es eine Überschwemmung gab. Gottseidank waren die freundlichen Inder darauf vorbereitet und haben uns Gummistiefel verkauft. Für die Kinder war das das Highlight! Aber auch der Besuch der Markuskirche und des Glockenturms sind in Erinnerung geblieben und war für alle interessant. Viele Detsails wie die erste Digitaluhr der Welt, die hölzernen Dadchterrassen und die Dachpfade auf der Markuskirche sind sehr spannend.
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Und was wäre Venedig ohne eine Gondelfahrt? Anfangs wollten wir es nur den Kindern zu Liebe machen, aber dann waren auch wir vom Gondelfahren überzeugt. Das entspannte Gleiten durch vielbefahrene und auch einsame Kanäle hat uns einen ganz anderen Eindruck von der Stadt verschafft.
Am vierten und letzten Tag haben wir einen langen Spaziergang in den Süden der Insel und von dort mit dem Vaporetto einen Ausflug nach Murano unternommen. Die Glasbläser dort und natürlich vielen kleinen Kostbarkeiten haben eine grosse Anziehungskraft auf die Kindér ausgeübt. Auf die Erwachsenen weniger. Murano fehlt doch das Leben, das in Venedig herrscht. Von dort aus zurück, noch etwas gegessen, Koffer geholt und um 21:30 in den Zug gestiegen. Effizient ist ein Nachtzug ja schon, wenn man halt nur besser schlafen könnte 🙂
Es war eine sehr schöne Reise und alle wollen wieder kommen. Selbst die kleinsten wollen nämlich noch den Dogenpalast sehen, für den wir diesmal keine Zeit hatten.
















































