Endlich ist es soweit und ich kann mein Geburtstagsgeschenk einlösen: Ein Wochenende in Kopenhagen.
Vor die Reisefreuden hat der liebe Gott aber die Gewerkschaften gesetzt. Heute streiken mal die Mitarbeiter der Sicherheitskontrolle und wir dürfen die längste Schlange bewundern, die die Welt je gesehen hat – vielleicht nach Mekka. Sie schlängelt sich in vielen Schleifen treppauf treppab durch das gesamte Flughafengebäude, über den Freiplatz (Gottseidank bei schönem Wetter) bis in das Parkhaus.
Es sieht schlecht aus. Unseren Flug erreichen wir so nicht. Wir haben Glück, kommen bei der Lufthansa Hotline durch und können auf einen späteren Flug umbuchen.
Kurze Zeit später ist der Streik beendet, die Schlange löst sich ungeahnt schnell auf und wir stehen am Gate für unseren eigentlichen Flug – allerdings ohne Ticket dafür.
Mit gutem Zureden und richtig viel Beharrlichkeit gelang es uns aber dann doch, noch einen Sitzplatz heraus zu verhandeln. Der war dann zwar schon besetzt, aber die Stewardess hat uns dann doch noch irgendwie untergebracht. 😀
Juhuu. Schon so viel erlebt, noch bevor die Reise begonnen hat.
Angekommen bewundern wir das dänische Design, das schon in unserem Hotel überall auf uns wartet.
Unseren ersten kleinen Stadtrundgang beenden wir durchgefroren in der Sauna. Ist schon bisschen frisch hier im Norden.
Am Abend leihen wir uns Fahrräder auf dem Weg zum Restaurant. Kopenhagen ist ja eine Fahrradstadt und wir schauen uns sogar noch das Nachtleben an, dass hier netterweise auch schon früher beginnt.
Samstags haben wir uns zunächst die königliche Wachablösung angesehen und heimatliche Gefühle bei der dort gespielten Blasmusik erlebt. 🙂

Natürlich durfte das Wahrzeichen der Stadt nicht fehlen: Die kleine Meerjungfrau. Aber wirklich beeindruckend war die kleine nicht.
Das dänische Architekturmuseum hat für unseren geplanten Umbau leider keine neuen Erkenntnise gebracht.
Christiania ist eine ehemalige Hippiesiedlung und immer noch etwas rechtsfreie Enklave. Ich habe mir viel erwartet, aber nur recht schmutzige und runtergekommene Häuser gefunden, zugedröhnte Menschen und zwielichtige Dealer. Hippieromantik war wohl früher mal.
Die Erlöserkirche war dafür um so mehr beeindruckend, vie allem für meine Höhenangst. 😉
Für letztere ist wiederum der massive „Runde Turm“ eine Wohltat, den wir nach einem Spaziergang durch die „Stroget“ und einem spannendem Verkleidungsladen erklommen haben.
Ein schönes Abendessen im Neni hat diesen Tag abgerundet.
Und schon sind wir am Abreisetag angekommen und können doch noch eine Bootstour machen. Ich bestehe danach darauf, die örtliche Müllverbrennungsanlage zu besuchen. Aber nicht aus beruflichem Interesse, sondern weil man auf diesem „Copenhill“ mit einem Aufzug hinauf- und mit Skiern hinunterfahren kann, oben Kaffee trinken und sogar an der mit 80m weltweit höchsten Kletterwand kraxeln. Natürlich haben wir nichts davon gemacht, ausser die Aussicht zu geniessen, aber schön zu sehen, dass es ginge. Geruchsmässig kann das Gebäude aber seine Hauptfunktion nicht ganz verleugnen. 😉
Das wars dann auch schon. So schnell kann ein Wochenende vergehen.









































